Installation von XenApp in nur acht Schritten: sepagoLogiX

In letzter Zeit beschäftige ich mich in Projekten hauptsächlich damit, Kundenumgebungen von alten XenApp-Versionen (PS 4.0 /PS 4.X /XenApp  5 /XenApp 6) auf XenApp 6.5 zu aktualisieren oder aber XenApp 6.5 bei Kunden einzuführen, die bisher keine Erfahrungen mit Server Based Computing (SBC) haben. Dabei erstrecken sich die Umgebungsgrößen von einigen wenigen auf mehrere tausend XenApp-Server.

Herausforderungen

Ihr werdet viele, viele Whitepaper und HowTos in Netz finden, in denen euch erklärt wird, an was ihr alles denken müsst, wenn ihr eine XenApp-Umgebung aufbaut. Diese Dokumente sind sehr hilfreich, werden aber in den seltensten Fällen wirklich in Gänze gelesen und umgesetzt.

Eine wirklich gute Implementierung sollte allerdings beinah alle der gegebenen Hinweise und Ratschläge beherzigen, sowie alle angeschnittenen Themen abdecken. Es wäre demnach sehr hilfreich, eine Sammlung aller dieser Informationen und zusätzlich aller Erfahrungen aus den Projekten der letzten Jahre zu haben.

Automatisierung ist der Schlüssel zum Erfolg!

Eine wirklich gut geplante Umgebung kann nach den gleichen Vorgaben immer und immer wieder aufgebaut werden, ohne Unterschiede aufzuweisen. Dies ist besonders praktisch für den Fall eines Desaster Recoveries. Automatisierung ist hierbei sehr hilfreich. Gut dokumentierter Code hilft bei der Dokumentation – kann diese allerdings natürlich nicht ersetzen!

Genug geblubbert! Wovon rede ich hier?

sepagoLogiX – das Automatisierungsframework für XenApp

Einige meiner sepago-Kollegen haben schon vor einigen Jahren damit begonnen, Frameworks zur automatisierten Installation des Presentation Servers zu entwickeln. Die damaligen Skripte waren in Batch geschrieben und werden heute für die Nutzung mit XenApp 6 und 6.5 in Powershell weiterentwickelt.

XenApp 6.X brachte einige, für diesen Herangehensweg interessante Konzepte und Funktionen mit. Das Framework wurde weiterentwickelt und trägt seither den Namen „sepagoLogiX“. sepagoLogix ist – kurz gesagt – das Ergebnis aus den sepago Best Practices zur Installation und Konfiguration von XenApp, Herstellerangaben (Microsoft und Citrix) und der gesamten Installation und Konfiguration einer XenApp-Farm mittels Powershell.

Das Framework kann sowohl standalone angewendet, als auch in vorhandene Automatisierungsumgebungen (Microsoft SCCM 2007 / 2012; Altiris; Enteo Netinstall/DSM) integriert werden. sepagoLogix ist dadurch, dass es auf einem zentralen Skript aufbaut, das wiederum Unterskripte aufruft (in der Standalone-Version), bzw. dadurch, dass vorgefertigte Tasksequenzen vorliegen,  sehr einfach einzurichten und anzuwenden.

Etwa 90% aller Einstellungen werden in einer Registry-Datei vorgenommen, deren Werte in die Registry des designierten XenApp-Servers geschrieben und von dort aus von sepagoLogix ausgewertet werden.

Acht Schritte zu einer erfolgreichen Implementierung

sepagoLogiX besteht aus 8 Schritten:

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Die ersten Sieben davon sind quasi ein Muss und essentiell, um eine Farm erfolgreich einzurichten. Den Anfang macht die generelle Konfiguration des Windows-Systems in Schritt 01. Dazu gehören Registryeinträge, Dienste, Voraussetzungen für XenApp, Hotixes, etc. In Schritt 03 wird die XenApp-Installation basierend auf den vorher gemachten Anpassungen und den gesetzten Einstellungen durchgeführt. Dazu gehört auch die Installation jeglicher gewünschter HRPs und XenApp-Hotfixes. Anschließend wird in Schitt 04 die Farm erzeugt, bzw. der Farmbeitritt ausgeführt. Schritt  07 veröffentlicht vorkonfigurierte Anwendungen.

Der letzte Schritt (08) ist ein AddOn und kommt nur dann zum Einsatz, wenn ihr Citrix Provisioning Services (PVS) in eurer Umgebung verwendet. sepagoLogiX kann an dieser Stelle nach der Installation und Konfiguration des Servers automatisch ein Golden Image auf dem PVS-Server anlegen.

Wenn ich schon Erfahrung mit XenApp 6.X gesammelt habt, habt ihr sicher festgestellt, dass seither die Schritte Installation und Konfiguration voneinander getrennt und damit nacheinander ablaufen. sepagoLogiX setzt diesen Ablauf konsequent um (Schritte 03 und 04). Dadurch könnt ihr z.B. nach Schritt 03 ein Image der Maschine erstellen – ob manuell oder über den ConfigMgr bleibt euch überlassen – und dieses anschließend ab Schritt 04 ein bis n mal wieder ausrollen. Dabei erstellt ihr entweder eine neue Farm oder fügt den Server einer Bestehenden hinzu. Das erstellte Image kann natürlich auch als Template für VMware oder XenServer genutzt werden.

Die Schritte 02 und 06 erlauben es euch, eigene Modifikationen an der Installation/Konfiguration vorzunehmen. Über Powershell-Skripte könnt ihr dort nahezu beliebige Inhalte ansteuern und so z.B. n eurer Umgebung wichtige Hotfixes oder Treiber instalieren.

Alles in allem hilft sepagoLogiX euch dabei, eine Umgebung mit deutlich weniger Aufwand als vorher zu installieren und auszubauen.

Zusammenfassung

sepagoLogiX ist ein mächtiges Framework, das die Installation und Konfiguration von XenApp deutlisch einfacher und schneller macht, da der Großteil der notwendigen Überlegungen und Planungen schon in die zugrundeliegenden Skripte eingeflossen ist.

Das bedeutet natürlich nicht, dass sepagoLogiX so wie es ist bei 100% aller Kunden angewendet werden kann, aber die meisten werden dadurch ein Werkzeug finden, das die generellen Parts übernimmt und euch dadurch Zeit verschafft, die speziellen Gegebenheiten eurer Umgebung zu betrachten.

Wenn ihr mehr Informationen über sepagoLogiX möchtet, könnt ihr gerne hier einen Kommentar hinterlassen, oder mich über @david_obrien auf Twitter anschreiben.

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