Was ist das Prestaged Media im SCCM 2007 R3?

by Thorsten Christoffers on 07/23/2010 | 0 Comments | 2,813 Views

 

Immer öfter werde ich von Kunden angesprochen, was es sich den mit den Neuerungen im R3 vom SCCM 2007 auf sich hat. Die meisten Features kann man leicht und verständlich erklären, aber dann gibt es ja noch das „Prestaged Media“.  Um diesen neuen Teil des OS Deployments zu erklären muss man etwas weiter ausholen, wobei das Ergebnis dieses Features sehr schlank und cool ist.

 

Warum braucht man denn eine neue Art des Images im SCCM 2007? Bei größeren Rollouts kommt immer wieder der Wunsch/ Anforderung auf, dass die neuen Rechner direkt beim OEM betankt werden.  Hierbei stößt man aber schnell an die Grenzen der eigenen Infrastruktur. Man kann zwar im Image die Pakete mit geben, aber es müssen ja meistens während der Installation noch Verbindungen zu anderen Infrastruktur Diensten aufgebaut werden. Dies wären z.B. Datenbanken, ADDS, File Shares, etc.  Einen Client kann man ja mit Windows 7 und Windows Server 2008 R2 auch schon offline in die Domäne aufnehmen. Dies ist aber in einem größeren Rollout auch nicht so einfach.

 

Genau an dieser Stelle kommt dann das Prestaged Media ins Spiel. Bis zur jetzigen Version von SCCM 2007 (vor R3) muss man für dieses Szenario zwei Tasksequencen (TS) zur Verfügung stellen. Die erste welche die Vorarbeit macht und unteranderem das Betriebssystem installiert. Danach kommt der Rechner vom OEM ins Unternehmen und wird „weiterbehandelt“. Der Rechner kommt also in die Domäne, erhält seine Software, Patche usw. Der große Nachteil an dieser Installation ist, dass zwischem dem ersten und dem zweiten Schritt der Rechner nicht von der Systemplatte booten kann, da er noch nicht richtig installiert ist. Somit kann man die zweite Tasksequence nur per PXE oder Boot CD zur Verfügung stellen.

 

Wie kann nun das Prestaged Media den Prozes optimieren? Die Produktgruppe vom SCCM hat sich wieder mal hingesetzt und hat eine coole Lösung gebaut. Das neue WIM Format beinhaltet das Boot Image und das System Image. Soweit nichts besonders oder weltbewegendes, oder? ;-)  Dieses WIM kann aber mit SCCM 2007 R3 ganz einfach auf die HDD gebracht werden. Danach kann der Rechner von dieser HDD bootet, was bis jetzt nicht ging. Nach dem Boot verbindet sich der Client mit dem Management Point (MP) bekommt seine Policy  und installiert den Rest nach. Hierbei merkt die Tasksequence, dass das OS schon auf der Platte ist und überspringt den „ Betriebssystem Installations Part“

 

Wie dies genau funktioniert und was beachtet werden muss, beschreibe ich in meinem Folgeartikel. Das weiterlesen sollte sich lohnen, da ich dieses Feature mittlerweile zu einem der besten Neuentwicklung im SCCM halte. Aber jeder kann /soll sich eine eigene Meinung bilden.

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